Horoskope und Sternzeichen
Das Horoskop ist eine Darstellung der Planeten am Himmel zu
einem Zeitpunkt, nach einem bestimmten Schema, bezogen auf
einen Ort. Die Berechnung eines Horoskops erfolgt im wesentlichen
durch mathemathische Methoden wie der Himmelsmechanik.
Die Astrologie beschäftigt sich dagegen im Wesentlichen
mit der Deutung des Horoskops außerhalb der bekannten naturwissenschaftlichen
Gesetze in Bezug auf den Menschen und das Geschehen auf
der Erde.
Methoden
Allgemein unterscheidet man zwei Methoden: durch den sog.
"Zufall" und nach Bestimmtem (vor allem Sterne). Die meisten
Zeitungshoroskope und SMS-Horoskope entstehen folgendermaßen:
Zuerst werden beliebige Ereignisse (z. B. Heute wird die Liebe
gefunden) aufgeschrieben und danach werden diese mit den Sternzeichen
zusammengeführt (z. B. durch Ziehen der Sternzeichen). Dies
ist der Grund, warum die Horoskope in den Zeitungen Verschiedenes
beinhalten. Nur wenige Zeitungen bezahlen für die Horoskope
Wahrsager. Der Glückskeks ist eine besondere Form des Horoskopes.
Dies fällt ebenfalls zur Methode per Zufall. In Indien sind
Palmblattbibliotheken weit verbreitet, in denen auf Palmblättern
geschriebene Horoskope aufbewahrt werden.
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Die astrosophische Lehre von der Horoskopie (Zeitqualität)
Das Horoskop als astrologische Charakteranalyse soll der Selbsterkenntnis
dienen; ganz nach der jahrtausendealten Weisheit „Erkenne
dich selbst – und werde heil”. Ein Satz, der schon in der
griechischen Antike über dem Portal des Orakels zu Delphi
stand. Gemäß dem hermetischen Analogiegesetz „wie oben, so
unten” – oder wie die Christen im Vaterunser beten, „wie im
Himmel, so auch auf Erden” – soll das Horoskop die Qualität
der Zeit im Augenblick der Geburt messen. Gegenstand der Messung
soll der aktuelle Stand der Planeten unseres Sonnensystems
aus geozentrischer Sicht (Erd-Sicht) sein. Die Eigenschaften
dieser Zeitqualität haben angeblich für das ganze Leben Gültigkeit.
Der Mensch trage diese Information nicht etwa nur in der Seele,
sondern in jeder Körperzelle, denn das Ganze sei auch immer
in jedem Detail wiederzufinden, so wie die Pflanze im Samen
wiederzufinden ist.
Tierkreiszeichen
Die Tierkreiszeichen, auch Sternzeichen teilen den Jahreslauf
der Sonne in zwölf Abschnitte zu 30 Grad, die für die abendländische
Astrologie eine wichtige Rolle spielen. Ihre Namen beruhen
auf den zwölf Sternbildern der Ekliptik, mit denen sie vor
2500 Jahren deckungsgleich waren, gegen die sie sich jedoch
aufgrund der Präzession verschoben haben (siehe auch Zodiak
= Tierkreis).
Die 12 astrologischen Sternzeichen werden traditionell
in vier Gruppen eingeteilt: Luftzeichen, Erdzeichen, Feuerzeichen
und Wasserzeichen. Diese Einteilungen spiegeln nach Überzeugung
der Astrologen charakterliche Ähnlichkeiten der Menschen
wieder, die in der gleichen Gruppe geboren wurden.
Die Sonne durchwandert im Jahreskreis die 12 Tierkreiszeichen.
Zu Frühlingsbeginn tritt sie in das Zeichen des Widders.
Astronomische Betrachtung
Die Tierkreiszeichen sind nach Ekliptiksternbildern benannt,
sind aber in der westlichen Astrologie an die astronomischen
Jahreszeiten gebunden. Diese Art der Astrologie bezeichnet
man als Tropische Astrologie, bei der die Himmelskörper des
Sonnensystems in Bezug zum Frühlingspunkt gedeutet werden.
Der tropische Tierkreis beginnt beim Frühlingspunkt, der
dem Beginn des Tierkreiszeichens Widder entspricht.
Die Astronomie kennt zwölf (von insgesamt 88) Sternbilder,
die die gleichen Namen tragen wie die zwölf Zeichen des
Tierkreises. Hieraus ergibt sich leicht ein Irrtum. Es muss
für die astrologischen Betrachtungen genau nach Sternbildern
und Tierkreiszeichen unterschieden werden. Die Sternbilder
sind Gebilde von Fixsterngruppen, die sich, wenn auch sehr
langsam, gegen den als feststehend definierten Tierkreis
verschieben (oder auch umgekehrt).
Zur Zeit der Namensgebung, also vor gut 2000 Jahren, stand
die Sonne, während sie sich in einem Tierkreiszeichen befand,
auch im gleichnamigen Sternbild; das Sternbild stand also
während dieser Zeit am Tageshimmel und war nicht sichtbar.
Dass die Sonne sich zu einer bestimmten Jahreszeit darin
befand, wurde also von den damaligen Astronomen indirekt
erschlossen; siehe auch Ekliptik.
Aufgrund der Präzession der Erdachse verschieben sich
Sternbild und westliche (tropische) Tierkreiszeichen langsam
gegeneinander, so dass die Sonne heute im vorhergehenden
Sternbild steht, z.B. während des Tierkreiszeichens Jungfrau
im Sternbild Löwe.
In der indischen Astrologie sind die Tierkreiszeichen
dagegen an die Sternbilder gebunden und wandern mit ihnen
allmählich durch die Jahreszeiten. Diese Art der Astrologie
bezeichnet man als Siderische Astrologie.
Wenn man von dem Tierkreiszeichen einer Person spricht,
meint man im Normalfall dasjenige, in dem die Sonne (seltener
der Aszendent) zum Zeitpunkt seiner Geburt stand. Die chinesischen
Tierkreiszeichen sind nicht an die Jahreszeiten, sondern
an ganze Jahre gebunden und wechseln nur einmal jährlich
zum chinesischen Neujahrsfest.
Die Tierkreiszeichen wurden konstruiert, indem man einzelne
Sterne durch gedachte Linien verband. Den entstandenen Bildern
wurden dann die entsprechenden Eigenschaften (z.B. Löwe
- stark, König der Tiere) zugeordnet.
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