Die verschiedenen Arten der Magie
Weißmagie
Weisse
Magie Suchmaschine >>
Weißmagie bezeichnet eine Form der Magie, deren Ziele gut
und heilend, und deswegen ethisch vertretbar sind, im Gegensatz
zur Schwarzmagie, mit der sie zusammen neben anderen Strömungen
auch in der Esoterik vorkommt.
Facetten der Weißmagie
Die weißmagische Praxis dient weniger persönlichen Zielen,
in dem Sinne, als das persönliche Vorteile und Bereicherungen
nicht in ihrem Focus stehen, sondern sie hat ausschließlichen
Nutzen für ein Mitglied oder alle Mitglieder einer sozialen
Gruppe, ohne dabei Außenstehenden einen Nachteil zu bieten.
Die Ausübung von Weißmagie ist demnacht nicht egoistisch motoviert.
Wesentliche Bestandteile der Weißmagie sind Heil- und Schutzzauber,
besonders im Sinne einer Neutralisation von Schwarzmagie.
Des Weiteren kennt man Fruchtbarkeitszauber, gleichwohl für
Mensch, Tier und Pflanze (bzw. den Boden auf dem sie gedeihen
soll), sowie den oftmals dazugehörenden Regenzauber, der auch
in Form des Regentanzes mit Naturvölkern assoziiert wird,
aber auch unabhängig von den Fruchtbarkeitszaubern gewirkt
werden kann.
Weißmagische Praxis im Christentum
Die Weißmagie als Element heidnischer Glaubensvorstellungen,
konnte nicht vom Christentum verdrängt werden, welches jegliche
Form von Magie ablehnte, und integrierte sich letztlich, so
dass die Wunder Jesu Christi (Heilung eines Blinden, Wiederbelebung
eines Verstorbenen etc.) in diesem Kontext letztendlich als
Zauber weißmagischer Prägung interpretiert wurden. Dadurch
Entstand ein neues Verständnis von Magie, deren Dualismus
(Schwarz- und Weißmagie) mit dem des Christentums gut korresponiderte.
In der folge ergab sich allmählich das Verständnis von Weißmagie
als göttliche Kraft bzw. als göttliche Magie, die ihre ursprüngliche
Ausrichtung, vor allem als Heil- und Schutzmagie, beibehielt.
Im Gegenzug entwickelte sich gleichmaßen die Schwarzmagie
zu einer durch den Satan initiierten, unheilvollen Magie des
Bösen. Die im Mittelalter beginnende Hexenverfolgung geht
u.a. auf dieses Motiv zurück.
Problem des Weißmagie-Begriffs
Das wesentliche Problem des Begriffes Weißmagie ist die
Definition als Magie des Guten. Diese setzt eine Eigenschaft
der Magie selbst voraus, nach der sich über diese Magie
urteilen lässt. Damit wird von vornherein Magie als zu bewertendes
System verstanden, vollkommen unabhängig von ihrem Benutzer.
Um dieses Problem zu lösen und dem Zaubernden mehr Verantwortlichkeit
zuzusprechen muss die Magie als vollkommen wertfrei betrachtet
werden. Denn es ist nicht die Art der Magie, die eine bestimmte
Wirkung erzielt, sondern es ist ist die gewollte Wirkung
(das Ziel) des Zaubernden, durch den sich letztlich die
Art und Weise der Magie definiert.
Magie kann demnach nicht von vornherein als Schwarzmagie
oder Weißmagie klassifiziert werden, sondern muss schlichtweg
als Magie erkannt werden. Erst Ziel und Zweck des Anwenders
machen eine Beurteilung möglich, die dann aber den Zaubernden
selbst als Schwarz- oder Weißmagier, die Art der Magie in
letzter Konsequenz als Schwarz- oder Weißmagie beschreiben.
Schwarzmagie
Schwarzmagie bezeichnet eine Form der Magie, deren Ziele egoistisch
motiviert und ggf. schadend sind. Sie steht im Gegensatz zur
Weißmagie, mit der sie zusammen neben anderen Strömungen auch
in der Esoterik vorkommt.
Facetten der Schwarzmagie
Die schwarzmagische Praxis dient ausschließlich persönlichen
Zielen. Zum Nachteil anderer bewirkt sie den Vorteil eines
einzelnen oder einer kleinen Gruppe und kann außenstehenden
Schaden zufügen - als zufällige Nebenerscheinung einer magischen
Wirkung oder als gezielt gerichtet Negativwirkung. Somit kennt
die Schwarzmagie u.a. Schadenszauber, die überdies auch als
Ursprung von Krankheiten gelten können. Des Weiteren sind
Beherrschungszauber bekannt, sowie Liebeszauber, eine in diesem
Sinne egoistisch motivierte Gefügigmachung einer anderen Personen,
ohne Rücksichtnahme auf deren eigentliche Gefühle und Bedürfnisse.
Zu den weiteren Möglichkeiten schwarzmagischer Praxis
werden auch das Inkontakttreten mit dem Jenseits und Beschwören
bereits Verstorbener (Nekromantie) und das Inkontakttreten
und Paktieren mit Dämonen (Dämonologie), die jedoch auch
als eigenständige schwarzmagische Disziplinen angesehen
werden.
Schwarzmagische Praxis in der Gegenwart des Christentums
Die Schwarzmagie als Element heidnischer Glaubensvorstellungen,
die als Symbol für die dunklen, destruktiven Kräfte stand,
konnte nicht vom Christentum verdrängt werden, welches jegliche
Form von Magie ablehnte, so dass sie sich letztlich in den
christlichen Dualismus einfügte. Dadurch Entstand ein neues
Verständnis von Schwarzmagie als widergöttliche Kraft, die
ihre Inspiration und ihren Ursprung in Satan findet. Die im
Mittelalter beginnende Hexenverfolgung geht u.a. auf dieses
Motiv zurück.
Problem des Schwarzmagie-Begriffs
Das wesentliche Problem des Begriffes Schwarzmagie ist
die Definition als Magie des Bösen. Diese setzt eine Eigenschaft
der Magie selbst voraus, nach der sich über diese Magie
urteilen lässt. Damit wird von vornherein Magie als zu bewertendes
System verstanden, vollkommen unabhängig von ihrem Benutzer.
Um dieses Problem zu lösen und dem Zaubernden mehr Verantwortlichkeit
zuzusprechen muss die Magie als vollkommen wertfrei betrachtet
werden. Denn es ist nicht die Art der Magie, die eine bestimmte
Wirkung erzielt, sondern es ist die gewollte Wirkung (das
Ziel) des Zaubernden, durch den sich letztlich die Art und
Weise der Magie definiert.
Magie kann demnach nicht von vornherein als Schwarzmagie
oder Weißmagie klassifiziert werden, sondern muss schlichtweg
als Magie erkannt werden. Erst Ziel und Zweck des Anwenders
machen eine Beurteilung möglich, die dann aber den Zaubernden
selbst als Schwarz- oder Weißmagier, die Art der Magie in
letzter Konsequenz als Schwarz- oder Weißmagie beschreibt.
Schadenszauber
Unter der so genannten Schadenszauberei versteht man alle
Arten von "Zaubereien", die dem Menschen oder der Umwelt Schaden
zufügen sollen. Oftmals spricht man auch von schwarzer Magie.
Beispiele sind etwa Vorstellungen, durch "Zauberei" Unwetter
(Blitze, Hagel, Stürme), Impotenz auslösen zu können oder
allgemein das Erzeugen von Krankheiten bei Mensch (z.B. sog.
Hexenschuss) und Vieh oder das Herbeiführen von Ernteschäden,
was dann nicht selten zu Hungerskatastrophen führe.
Im Rahmen der frühneuzeitlichen christlichen Hexenlehre
galt die mit Hilfe des Teufels verursachte Schadenszauberei
als eine Fähigkeit von vermeintlichen Hexen oder Hexenmeistern.
In der einschlägigen Literatur sind Schadenszauber zumeist
durch Menschen, die glauben, sie seien Opfer von Zauberei
geworden, dokumentiert. Bücher, die Magie aus der Perspektive
des Anwenders zum Inhalt haben, zeigen hingegen meist nur
"Zauber" mit positiver Wirkung (Schutz-,Liebes-, Potenzzauber).
Bann (Magie)
Ein magischer Bann dient dem Zweck, Geister, Dämonen oder
auch wirkliche Personen von einem Ort oder einem Gegenstand
fernzuhalten. Der Begriff ist sprachgeschichtlich sehr alt
und eng mit dem gegensätzlichen Begriff binden verbunden.
In der Sprachgeschichte wurde das Wort oft für allgemeine
Maßnahmen zur Gefahrenabkehr verwendet, z.B. bei Deichen
zur Abkehr des Wassers: Banndeich.
Eine bekannte magische Formel zur Abwendung von Bösem
lautet, "Vade Retro, Satanas" (kehre um, Satan), heute meistens
im übertragenen Sinne oder scherzhaft gebraucht.
Beschwörung
Unter einer Beschwörung versteht man sowohl eine flehentlich
oder auch vehement vorgetragene Bitte an einen Mitmenschen
oder an ein höheres Wesen, als auch die Herbeirufung von Dienstbarmachung
von übernatürlichen Wesen.
Hauptsächlich gilt als Beschwörung das Rufen oder spirituelle
Erschaffen von Geistern, Fabelwesen, übernatürlichen Geschöpfen
oder auch bestimmter Ereignisse. Weit verbreitet ist die
Beschwörung eines Verstorbenen mittels eines Mediums, ein
in Trance versunkener Mensch, der angeblich gute Kontakte
zum Reich der Geister habe. Dass hier meist viel Scharlatanerie,
Betrug und Täuschung mit im Spiel ist, hat bereits Alfred
Hitchcock in seinem Film Familiengrab gezeigt.
Dennoch finden und fanden sich Beschwörungsriten mehr
oder weniger stark ausgeprägt in jeder Kultur und Religion.
In den meisten ursprünglichen Religionen, die schamanistisch
oder animistisch geprägt sind, spielt das Beschwören von
übernatürlichen Geistwesen eine Rolle, aber auch in magisch
ausgerichteten Religionen wie dem Bön, teilweise dem Daoismus
oder dem Voodoo.
Nach dem Volksglauben meinte man mit Paraphernalien, Tänzen
und Gesten und gesprochenen Beschwörungsformeln Dämonen
herbeirufen und sie sich nutzbar machen zu können. Dabei
kommt es manchmal zu so genannten Opfern in Form von Tieren,
Blut oder dem Verbrennen von Lebensmitteln und Gegenständen.
Im Islam gibt es zum Beispiel den Dschinn den man beschwören
oder auch vertreiben kann. Im Christentum dienen Gebete
zur Beschwörung göttlichen Beistandes.
Besprechen
Das Besprechen im magischen Sinn ist in der Regel stark ritualisiert.
Der von den Anhängern dieser Praxis angestrebte Erfolg hängt
stark von einer Vielzahl äußerer Faktoren ab. Da sind zunächst
die Menge und Art der Teilnehmer am Ritual. Im Minimum ist
dies die ausführende Person (Priester, Schamane, Hexe). Es
kann aber auch ein Kreis von Personen bestimmt durch Anzahl
(magische Zahlen wie 3, 7, 13, ...), Alter, Geschlecht oder
andere Merkmale sein. Weitere Faktoren sind ggf. bestimmte
heilige (magische) Orte oder Zeiten, nicht selten auch nach
dem Mondkalender bestimmt, sowie Hilfsmittel, häufig Kräuter
oder andere dem Glauben entsprechnde Wirkmittel.
Die Ziele einer Besprechung sind so vielfältig, wie ihre
Voraussetzungen. Am bekanntesten wurden Besprechungen im
Zusammenhang mit Heilungsabsichten, klassisch ist z. B.
das Besprechen von Warzen. Die Begriffe Besprechen und verzaubern
werden vielfach gleichlautend benutzt. Da die erhofften
Ergebnisse (Heilung, Hilfe in Liebesdingen) ebenfalls gleich
sind, ist das auch nicht grundsätzlich falsch.
Besprochene Gegenstände und Personen sollen dem Willen
desjenigen unterworfen werden, der die Besprechung durchführt.
Bannrituale wie der Exorzismus stammen aus der gleichen
Wurzel. Das Besprechen wird aber von einfacheren oder zumindest
nicht so hierarchisch organisierten Gemeinschaften wie Kirche
durchgeführt.
Das Verhältnis von Kirche und "volkstümlichen" Geistlichen,
bzw. Personen, die ohne Anbindung an die Kirche magische
Rituale vollziehen, war und ist sehr gespannt. Schon im
Alten Testament (2. Buch Mose Kap. 22 Vers 17 und andere)
wird der Kampf gegen Beschwörungen und Zauberei angemahnt.
Folge war der Kampf gegen das sogenannte Heidentum, die
Zerstörung oder in Besitznahme Heiliger Orte und striktes
Vorgehen, gegen die Vertreter dieser Glaubensvorstellungen.
Es wurden Werke wie der Hexenhammer geschrieben, um Besprechungsrituale
(oder verwandtes, wie der "böse Blick" aufzudecken und zu
bestrafen.
In der westlichen Welt sind zu Beginn der Neuzeit auf
diese Weise im Grunde alle entsprechenden Kulte vernichtet
worden. Auch das damit zusammenhängende Wissen besteht nicht
mehr. Inzwischen sind sogenannte Neuheiden und Wicca dabei
neue Kulte und Rituale aus den verschiedensten Kulturkreisen
und eigenen Vorstellungen zusammenzustellen.
Trotz christlichem Einfluss noch sehr ursprüngliche Besprechungsrituale
sind bei den Loa des Vodookultes zu beobachten. Hier sind
alte animistische Traditionen aus schwarzafrikanischen Kulturen
erhalten geblieben. Gerade in den karibischen und südamerikanischen
Gebieten halten alte Traditionen aus dem Volksglauben wieder
zunehmend Einzug in den spirituellen Alltag der dort lebenden
Bevölkerung. Teilweise werden solche Kulte wie in früherer
Zeit (Aschenkreuz) christianisiert.
Böser Blick
Böser Blick (ital.: jettatura) ist der Begriff für einen Schadenszauber.
Allein durch Blickkontakt mit Mitmenschen, die den Bösen Blick
besitzen ('jettatori'), würde Tod oder Unheil (ein Fluch,
eine Verwünschung bzw. Verhexung) ausgelöst.
Kulturphänomen
Die Angst vor dem Bösen Blick ist weltweit verbreitet und
in vielen Kulturen vorzufinden. Interessant dabei ist die
Tatsache, dass sich dieses Phänomen in Kulturkreisen oft ähnlich
entwickelt hat, die räumlich in keinerlei Verbindung stehenden.
Wenn man aber bedenkt, dass ein Blick durchaus eine psychologische
Wirkung haben kann (ein Blick kann irritieren und einschüchtern),
versteht man, dass das Phänomen global ist.
In Europa wurde der böse Blick im Mittelalter meist Frauen
zugeschrieben, die durch diese üble Nachrede oft Verfolgung
und Ausgrenzung ausgesetzt waren.
Abwehrmaßnahmen
Durch die weite Verbreitung dieses Aberglaubens ist die Methodik
zur Abwehr des Bösen Blickes vielfältig. Die Abwehr kann erfolgen…
Deutschland
• durch das Tragen von Feigen,
• durch Vermeidung des Kontaktes mit Personen mit dem Bösen
Blick als effektivsten Schutz.
Italien
• durch eine Geste, die so genannte Mano cornuto, soll
man sich vor dem Bösen Blick schützen können,
Orient
• durch das Tragen von Amuletten in der Form eines Auges,
oft aus Türkis oder blauem Glas. Es wird in den unterschiedlichsten
Ausführungen und Formen (als Anhänger, Schlüsselanhänger,
Armband, Ring) jährlich millionenfach auf den Märkten des
Orients verkauft. Man nennt es das "Auge der Fatima", der
Tochter des Propheten Mohammed.
• durch "Schutzsuren" oder "Schutzverse". Die "Vier Versprechen"
und eine andere Stellen des Korans besitzen beschützende
Kräfte gegen den Bösen Blick.
• durch ein aufgeschriebenes Gebet oder einen Koranauszug,
der an der Kleidung befestigt ist. Er kann auch in ein Stück
Leder eingenäht sein oder in einer kleinen Box aus Gold
oder Silber stecken und dann als Anhänger einer Halskette
getragen werden.
• durch das Aussprechen von Vermeidungssprüchen zur richtigen
Zeit.
Gedankenzauber
Der Gedankenzauber ist im magischen Denken eine grundlegende
Methode zur Durchführung einer magischen Praktik. Die Annahme
lautet, dass Gedanken irgendeinen Einfluss auf die Objekte
und Personen der Außenwelt hätten.
Zu diesem Zweck nahm man sich z.B. vor, ganz fest an eine
Person, ein Objekt oder einen Wunsch zu denken, damit der
gewünschte Effekt eintritt.
In den meisten Fällen ist der Gedankenzauber mit dem Wortzauber
gleichzusetzen, da Worte gedacht wurden. Für viele archaische
Kulturen unterschieden sie sich von den ausgesprochenen
Worten nämlich nur im Grade ihrer Vernehmlichkeit nach.
Natürlich zählen zu den Inhalten der Gedankenzauber aber
auch Gedankenbilder oder gedachte Situationen.
Der Gedankenzauber ist im Gegensatz zum Wortzauber weniger
konkret feststellbar, er zeigt sich aber bei abergläubischen
Praktiken mancher archaischer Völker. Beispielsweise vermeiden
es einige sibirische Stämme böse Gedanken wider anderen
zu hegen, um der betreffenden Person nicht aus Versehen
Schaden zuzufügen.
Hoodoo (Magie)
Hoodoo [sprich huhduh] ist ein Volksglaube mit magischen Ritualen,
der sich im ländlichen Süden der USA unter der afroamerikanischen
Bevölkerung entwickelte. Hoodoo verbindet Elemente afrikanischer
und indianischer Magie miteinander, nahm aber auch andere,
etwa europäische Einfüsse auf.
Hoodoo-Anhänger glauben, viele Situationen des täglichen
Lebens mit Hilfe übernatürlicher Kräfte beeinflussen zu
können. Zu den Hoodoo-Praktiken zählen z. B. Weissagungen,
Verwünschungen, Behandlung von Krankheiten und Amulette
bzw. Talismane, die gegen Unheil schützen oder Glück bringen.
Oft werden Hoodoo und Voodoo als Synonyme angesehen, und
beide Begriffe haben möglicherweise auch eine gemeinsame
Etymologie. Obwohl beide Praktiken gemeinsame Elemente aufweisen,
sind sie doch verschieden. Hoodoo ist wohl vom Voodoo beeinflusst,
ist jedoch im Unterschied dazu keine etablierte Religion
mit festen Strukturen. Hoodoo ist eine magische Tradition
ohne konkreten religiösen Hintergrund. Während Voodoo katholische
Einflüsse aufweist, ist Hoodoo eher vom Protestantismus
geprägt.
Eine bekannte Hoodoo-Praktik ist das Tragen eines Mojo,
eines Stoffbeutels, der unter der Kleidung versteckt getragen
wird und mit magischen Zutaten gefüllt ist. Ein Mojo schützt
vor Unheil oder bringt Glück, etwa beim Spiel oder in der
Liebe.
Wie das Mojo, so wird auch Hoodoo selbst oft im Blues
zitiert. Beispiele sind die Songs Hoodoo Man von Junior
Wells oder Hoodoo Woman von Memphis Minnie.
Invokation
Invokation (lateinisch: Hineinrufung) ist eine Technik der
Magie. Der Ausführende glaubt, ein Geistwesen herbeirufen
zu können, von dessen Existenz er überzeugt ist. Invoziert
im engeren Sinne bedeutet hier das Hinein-Rufen (lat. in-vocare)
in den Körper des Magieanwenders. Der Gegenbegriff zur Invokation
ist die Evokation, wobei das Geistwesen als außerhalb der
Person zu beschwören gedacht wird.
Religionsphänomenologisch bezeichnet die Invokation die
Anrufung einer höheren Macht, beispielsweise im Katholizismus
die Anrufung eines Heiligen. Invokation ist eine Glaubensannahme,
aus wissenschaftlicher Sicht wird davon ausgegangen, dass
die herbeigerufenen Wesen nicht real sind, sondern lediglich
in der Vorstellung des "Magiers" existieren.
Okkult-magische Praxis
Invokation muss allerdings nicht zwingend die vorgestelle
Hineinrufung in den Körper des Praktizierenden bedeuten. Während
bei der Evokation oftmals ein schützender "Bannkreis" (z.B.
aus Kreide) gezogen wird, wird bei der Invokation zum Betreten
des Kreises eingeladen.
Gemäß der okkultistischen Theorie soll nur eine Hineinrufung
von Wesen stattfinden, die dem Magier wohlgesonnen sind.
Die Invokation kann von einfachen Formen wie Konzentration
auf eine Visualisation oder Gebet zu dem entsprechenden
Geistwesen bis zu höheren Formen wie der Annahme von Gottformen,
bei der komplexe Mentaltechniken benutzt werden, um ein
göttliches Wesen zu invozieren, reichen. Solche Praktiken
schließen auch die Vorstellung ein, sich mit diesen göttlichen
Manifestationen zu vereinigen und selbst zu einem solchen
Wesen zu werden.
Die komplexeren Techniken, die die Anhänger der Invokation
verwenden, beinhalten eine Beschäftigung mit den Symbolen
und Attributen des zu invozierenden Wesens, die intellektuell-mentale
Durchdringung der Symbole und Attribute, den Aufbau eines
klaren visuell-mentalen Bildes und die emotionale und intellektuelle
vollständige Identifikation mit dem zu invozierenden Wesen.
Zu diesem Zwecke soll Samadhi zu verwirklichen sein und
es werden Techniken der Ritualmagie benutzt.
Liebeszauber
Liebeszauber ist ein in der westlichen Kunst und Literatur
wiederkehrendes Motiv, das an archaische Vorstellungen und
Praktiken anknüpft, die bis in die Neuzeit, vereinzelt noch
bis in die Gegenwart lebendig blieben. Der Liebesszauber beruht
auf der (unzutreffenden) Vorstellung, dass Menschen durch
Verabreichung bestimmter, meist flüssiger Substanzen (Liebestrank,
in der Antike Philtron) oder Anheften bestimmter Gegenstände
(Amulette) veranlasst werden können, sich in einen anderen
zu verlieben. Beim Liebeszauber geht es um die Erzeugung eines
echten Affekts bei der begehrten Person, nicht um die Steigerung
der eigenen oder fremden sexuellen Potenz oder Genussfähigkeit,
wie sie mit der Verwendung eines Aphrodisiakums angestrebt
wird.
Wissenschaftlich unumstritten ist, daß Geruchswahrnehmungen
zum Beispiel in der Form von Pheromonen auch beim Menschen
- oft unbewusste - Einflüsse ausüben können. Eine Technik,
die sich bis heute beim Parfüm findet.
In Literatur und Kunst wird das Motiv des echten Liebeszaubers
öfter aufgegriffen und zum Ausgangspunkt tragischer Fehlschläge
und Verwicklungen gemacht. Die vielleicht älteste Erscheinungsform
des Themas in der westlichen Welt ist die Geschichte von
Herakles und Deianeira. Die bekannteste Bearbeitung des
Themas ist Richard Wagners Oper Tristan und Isolde, die
ihrerseits auf das gleichnamige Epos Gottfrieds von Straßburg
zurückgeht. Weitere Beispiele für die Verwendung des Liebeszauber-Motivs
sind Donizettis Oper Der Liebestrank (L'elisir d'amore)
und Frank Wedekinds Schwank Der Liebestrank.
Sexualmagie
Mit dem Begriff Sexualmagie werden - vor allem in der Ethnologie
und Kulturanthropologie - Praktiken und Rituale bezeichnet,
die mit der Ausübung der menschlichen Sexualität im Zusammenhang
stehen.
Der besonders tabuisierte Bereich der sexuellen Handlungen
war seit jeher prädestiniert, in allen Völkern der Welt
für magische Praktiken herangezogen zu werden. Sexualität
ist die wohl stärkste Quelle aller menschlichen Kultur (siehe
auch Sublimation), und es wundert nicht, dass ihr in fast
allen Völkern auch magische Eigenschaften beigelegt wurden.
Mit der Hilfe der Sexualmagie sollen - ebenso wie auch
bei anderen Formen der Magie - zumeist positive Auswirkungen
auf das spirituelle, soziale, berufliche oder materielle
Leben des Ritualteilnehmers bewirkt werden. Auch das "Aufladen"
eines kultischen Gegenstandes (z.B. eines Talismans oder
einer Sigill) kann ihr Ziel sein.
Sexualmagie kann - wie etwa im Tantrismus - die Form einer
Sexualmystik annehmen. Auch andere spirituelle Gemeinschaften
verbinden Sexualität mit kosmologischen und spirituellen
Ideen.
Wahrscheinlich war es den Menschen schon in Urzeiten bewusst,
dass die Sexualität auf eine numinose Art das Bewusstsein
steigert, die Wachheit vergrößert und darüber hinaus andere
Empfindungen verstärkt. Hiervon zeugen die weltweiten Mythen,
die die Sexualität zum Inhalt haben.
Sexualmagie bzw. Sexualmystik und ihre rituelle Ausformung
traten in unterschiedlichen Kulturen auf, so in Sumer im
Hieros gamos und in China bei den Fangshi, wo sie seit der
vorchristlichen Zeit nachzuweisen sind und wahrscheinlich
bis auf die schamanistischen Praktiken der Shang-Zeit zurückgehen.
In Indien entwickelte sich das Tantrayana, eine Form der
Sexualmystik, die teilweise sexualmagische Techniken umfasst.
Die moderne Form der westlichen Sexualmagie wurde historisch
fassbar mit der Gründung des (Ordo Templi Orientis) durch
Theodor Reuss im Jahre 1906, und in der westlichen Kultur
wurde die Sexualmagie hauptsächlich von Aleister Crowley,
einem britischen Magier, Mitglied des OTO, Anfang des 20.
Jahrhunderts erforscht, systematisiert, popularisiert und
wiederbelebt. In dieser Zeit entwickelte Sigmund Freud seine
Theorie des Narzissmus.
Die Abgrenzung der westlichen Sexualmagie zum indischen
Tantra und der chinesischen Variante, ‚der Kunst des Schlafgemaches’,
besteht darin, dass sich die westliche Sexualmagie als magische
Technik versteht und nicht zwangsläufig in einen religiösen
oder spirituellen Zusammenhang eingebettet ist. Das heißt,
sie ist primär ein Mittel, um Veränderungen in Übereinstimmung
mit dem Willen herbeizuführen, diese Veränderungen können
sich aber natürlich auch auf die Spiritualität beziehen.
Der Unterschied zu den westlichen Vorstellungen vom Tantra
- welches eher als therapeutisches Neotantra zu bezeichnen
wäre - ist, dass Sexualmagie nicht das Ziel hat, die Qualität
des sexuellen Erlebens zu verbessern, sondern Sexualität
als magische Quelle zu nutzen sucht, um spezifische Ziele
zu verwirklichen.
Sexualmagie in der Ethnologie
Moderne Praxis der Sexualmagie
Die Anhänger der Sexualmagie arbeiten mit Techniken, die
sich auf zwei Ebenen beziehen. Die eine ist physisch-sexueller
Art, die andere geistiger bzw. konzentrativer Art.
Für die Praktizierenden bedeutet dies, dass auf der geistigen
Ebene zunächst ein Ziel definiert wird. Dieses wird sodann
in eine Form gebracht, die als Konzentrationsobjekt dient.
Dies kann beispielsweise ein Mantra bzw. eine Affirmation
sein, eine Visualisation oder Imagination. Das Ziel oder
Konzentrationsobjekt wird so genau wie möglich konkretisiert.
Die Konzentration auf das Objekt (Ziel) wird während des
gesamten Sexualaktes oder der rituellen Ausformung des Sexualaktes
aufrechterhalten und geht über den oder die Orgasmen hinaus
bis in den Bereich der Entspannungsphase. Durch die Willensanstrengung
die dazu erforderlich ist, soll eine starke, zugespitzte
Konzentration erzeugt werden.
Hierbei wird angestrebt, eine höchstmögliche Erregung
beizubehalten, wozu u.a. der Sexualakt solange wie möglich
ausgedehnt wird. Dies kann durch langanhaltende Orgasmusvermeidung
oder durch das Gegenteil, die Erzeugung vieler Orgasmen
hintereinander, erreicht werden. Hierdurch soll die Magie
besonders stark werden.
Die Orgasmusformen, die herbeigeführt werden können und
angewendet werden, sind der gewöhnliche Genitalorgasmus
sowie der Ganzkörper- oder Talorgasmus. Der Ganzkörperorgasmus
unterscheidet sich vom normalen Orgasmus durch eine Intensivierung
des Empfindens, das sich auf den ganzen Körper ausdehnt,
die längere Dauer und beim Mann durch das Ausbleiben oder
die Verzögerung der Ejakulation. Der Ganzkörperorgasmus
stellt eine Form der Ekstase dar und wird oft erzeugt, um
magische Arbeiten mit dem Ziel der Bewusstseinserweiterung
durchzuführen.
Bei sexualmagischen Praktiken können auch stimulierende
Mittel, wie Tabubruch (im Sinne ungewöhnlicher Sexualpraktiken),
Ritualmagie, Musik und Drogen eingesetzt werden.
Zur physischen Ebene der Sexualmagie gehören auch Techniken
der Verbesserung der Wahrnehmung und der geistigen Übung,
wie etwa Gedankenkontrolle, Konzentration, Visualisation
und Imagination, Atemübungen (Pranayama) und Meditation.
Sexualmagie kann sowohl autoerotisch als auch hetero-
oder homoerotisch praktiziert werden.
Moderne Kritik
Die zeitgenössische Sexualmagie wird gesellschaftlich
der Perversion verdächtigt, da teilweise auch Dinge praktiziert
werden, die dem 'sexuellen Normalverbraucher' als anrüchig,
beunruhigend, ekelerregend oder bizarr erscheinen können.
Solche Praktiken sind beispielsweise die bewussten Tabubrüche,
in denen absichtlich Formen von Sexualität ausgeübt werden,
die als unangenehm, angstbesetzt, ekelerregend oder schmerzvoll
erlebt werden.
Voodoo
Voodoo [sprich wudu] ist eine Religion, die hauptsächlich
in Afrika und Teilen Amerikas beheimatet ist. Die Religion
ist in westlichen Ländern vor allem durch Opferdarbringungen
und vermeintliche Praktizierung einer schwarzen Magie bekannt.
Durch die Sklaverei kam der Glaube auf die Westindischen Inseln,
Elemente anderer Religionen wurden aufgenommen.
Allgemein
Voodoo, auch Vodou ist eine ursprünglich westafrikanische
Religion. Das Wort „Voodoo“ leitet sich aus einem Wort der
westafrikanischen Fon-Volksgruppe für Geist oder auch Gottheit
ab und existierte möglicherweise schon vor mehreren tausend
Jahren. Das Wort wird oft stellvertretend für verschiedenste
afro-amerikanische Religionen benutzt. Voodoo gehört in die
Yoruba-Tradition, stellt aber eine hybride Religion aus vielfältigen
afrikanischen, islamischen, katholischen und auch indianischen
Elementen dar, die sich aus Herkunft und Geschichte der Sklaven
in Westindien ergab: Aus ihren afrikanischen Dorfgemeinschaften
gerissen und zur Arbeit für die Kolonialisten und zum christlichen
Glauben gezwungen, versuchten einige der Sklaven, ihre ursprüngliche
Religion und die Hoffnung und Identität, die sie mit ihr verbanden,
fortzuführen. So stehen etwa Bilder katholischer Heiliger
im Voodoo oftmals in Wirklichkeit für afrikanische Götter
mit ähnlichen Eigenschaften.
Voodoo wird heute hauptsächlich in Benin, der Dominikanischen
Republik, Ghana, Haiti, Louisiana und Togo praktiziert.
Eng verwandte Religionen der Yoruba-Tradition werden in
etwas abweichender Form und unter anderem Namen auf Kuba
(Santeria) und in Brasilien (Umbanda, Macumba, Candomblé)
praktiziert. In Haiti wird Voodoo als eine offizielle Religion
anerkannt. In Benin ist Voodoo Staatsreligion und der 10.
Januar jedes Jahres religiöser Feiertag.
Die Religion Voodoo verbreitet sich weltweit immer stärker.
Besonders im Ursprungskontinent Afrika, da sich vor allem
die schwarze Bevölkerung wieder an ihre Wurzeln erinnert.
In Haiti gehören fast alle Menschen dem Voodoo an. Gleichzeitig
bekennen sich aber 90 Prozent auch zum katholischen Glauben.
Den Voodoo-Kult kann man in Radakult und Petrokult aufteilen.
Der Radakult ist der ältere und somit traditionsreichere
Kult. Der Petrokult wurde wahrscheinlich am Ende des 18.
Jahrhunderts von einem Mann namens Petro gegründet, der
Rauschmittel verwendet haben soll, um seine Anhänger in
Ekstase zu versetzen. An zentraler Stelle steht dabei das
Opfer von Tieren oder Genussmitteln wie Rum und Tabak so
wie der Priester, die Eingeweihten (Gemeinde), das Fest
und der Tanz mit seinen verschiedenen Gottheiten zugeordneten
Trommel-Rhythmen und Gesängen. Die Gottheiten ergreifen
vereinzelt Besitz von den Tänzern, die sich dabei in tiefer
Trance befinden.
Der Schriftsteller Hubert Fichte beschreibt in zwei Bänden
seine Reisen durch den Raum der afroamerikanischen Religion
und seine Suche nach Informationen über sie.
Schwarze Magie
Immer wieder wird Voodoo, z.B. von manchen Christen, als schwarze
Kunst oder schwarze Magie angesehen. Genährt wurden diese
Vorstellungen durch die Praktiken des Totenkults und den Glauben
an die Wiederbelebung längst Verstorbener. Es gab auch Gerüchte
über die Tötung von Kindern. Voodoo-Zauberer sollten angeblich
das Blut der Kinder für geheimnisvolle Zeremonien verwendet
haben. Auch heute soll es magische Rituale geben, bei denen
Tiere geopfert werden. Dass es Tieropfer gibt, ist unstrittig;
strittig ist jedoch, ob es sich dabei um Magie handelt. Andererseits
finden sich Vorwürfe wie Kinderopfer in der Religionsgeschichte
häufig, und sie sind praktisch immer bloße Propaganda.
Voodoo-Puppen
Ein bekannter, aber meist übertrieben dargestellter Brauch
ist das Herstellen von Voodoo-Puppen, die oft einem bestimmten
Menschen nachgebildet sind. Durch das Stechen in die Puppe
oder sogar regelrechtes Durchbohren mit Nadeln sollen dem
Betroffenen Schmerzen zugefügt werden. Jedoch werden Voodoo-Puppen
zum Heilen von Kranken benutzt. Dieses Verfahren wurde ursprünglich
von Priestern in New Orleans verwendet. Diese Puppen sind
eine Verwechslung, bei den amerikanischen Sklavenhändlern
durften die Sklaven keinen Voodoo praktizieren. Die aus
Holz geschnitzten Abbildungen der Gottheiten oder Dämonen
waren verboten, so tarnte man sie als Puppen. Das Durchstechen
mit Nadeln ist eine Erfindung Hollywoods.
Wortzauber
So genannte Wortzauber umfassen alle magischen Praktiken,
die eine magische Wirkkraft von gedachten und gesprochenen
Worten annehmen. Konkrete Formen können der Namenszauber,
oder bestimmte Aspekte des Segens oder Fluchs sein; implizite
Formen lassen sich im Gedankenzauber finden.
Die Annahme von der Wirkkraft von Worten beruht auf der
Vorstellung, dass ein Wort mit dem entsprechenden Gegenstand
partizipiere. Das heißt, Worte werden als wesensidentisch
mit dem Objekt gedacht, das beeinflusst werden soll bzw.
zumindest stellt das Wort ein materiales Attribut des Gegenstandes
dar. Jemand, der die Worte verwendete, konnte so angeblich
einen Einfluss auf die dazugehörigen Objekte und Personen
nehmen.
Eine damit parallel laufende Form der magischen Wortvorstellung
ist, dass die Rezitation eines Wortes einen Zauber unterstützt,
indem man etwa große Götter anruft, ohne dass der Gott selbst
Opfer des Zaubers ist.
Der populärste Fall von Wortzauber stellen natürlich die
Zaubersprüche dar; aber auch jedes andere Ritual, dass mit
Gesang und Namensnennungen praktiziert, bedient sich des
Wortzaubers.
Wortzauber besitzen eine gewisse Wesensüberschneidung
zu dem allgemeinen Prinzip des Analogiezaubers. Fälle von
Verbalanalogie sind z.B. Praktiken, die Regen aufgrund des
Erzählens eines Mythos, der eine dazu passende Geschichte
thematisiert, herbeiführen sollen.
Dieser Artikel basiert auf der freien Enzyklopädie Wikipedia
und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In
der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.