Traumdeutung: Traumsymbole mit F
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Fabel: Wer im Traum eine Fabel (ein Märchen) liest oder erzählt, wird bald danach oft eine
Kränkung erleben.
Fabrik: Gemeinschaftsgeist, kollektives Handeln, aber auch mangelnde Individualität und
Originalität. Positiv: Wird das Traumbild akzeptiert, ohne besondere Zuneigung oder Abwehr
auszulösen, dann handelt es sich meist um vernünftige Bemü-hungen der gesellschaftlichen
Einordnung. Negativ: Wird das Traumbild abgelehnt, so deutet das auf Umweltkonflikte hin,
und es ist ein stärkeres Kollektivbewußtsein zu entwickeln; hat die Fabrik übermäßige
Anziehungskraft, dann ist die Persönlichkeit unterentwickelt und sucht Schutz in der Masse.
Einordnung darf nicht mit Unterwürfigkeit verwechselt werden. Mehr Selbständigkeit ist ratsam.
Fackel: Männliche Schöpferkraft und Sexualität. Da dieses Sinnbild eng an den Symbolgehalt
des Feuers gebunden ist, weist es auf körperliche und geistige Energie, Aktivität und Potenz hin.
Die sexuelle Bedeutung ist immer in Verbindung mit Geistigkeit und schöpferischer Leidenschaft
zu verstehen. Die Fackel symbolisiert die Erotik. Positiv: Hell, klar, ruhig und stark brennende
Fackel. Negativ: Ungleichmäßig brennende, unruhig flackernde, rauchende, verlöschende Fackel.
Vergleiche Feuer.
Fähre: Bedeutungsverwandt mit Brücke, aber auch Sinnbild für Aufbruch, Veränderung des
äußeren und inneren Lebens, neue Entwicklungsstufe, neuen Lebensabschnitt. Kann auch die
Bedeutung eines Aufbruchs ins Totenreich haben. Der genauere Sinn läßt sich nur aus dem
Traumganzen ableiten.
Fährmann: Veränderung, Wandlung, Aufbruch kündigen sich durch das Bild des Fährmanns an.
Er ist auch ein Todesbote. Siehe Fähre.
fahren: Bedeutungsverwandt mit gehen. Es kommt sehr darauf an, ob man unbeirrt geradeaus
oder aufwärts oder abwärts oder sogar rückwärts fährt. Im übrigen ergibt sich die weitere
Bedeutung aus dem Fahrzeug, das benutzt wird. Befindet man sich z. B. im Auto oder im Flugzeug,
dann siehe Auto oder Flugzeug.
Fahrkarte: Neue Ideen, Pläne und Lebensziele, Aufbruch zu einem neuen Lebensabschnitt.
Positiv: Fahrkarte kaufen, finden oder sonst irgendwie erhalten, deutet Weiterentwicklung der
Persönlichkeit und berufliches Vorwärtskommen an. Negativ: Fahrkarte verlieren, suchen,
irgendwie verweigert bekommen drückt persönliche und berufliche Schwierigkeiten aus; man ist
irgendwie in der Entfaltung seiner Fähigkeiten behindert. Auch Mahnung, mehr Selbstvertrauen
und Initiative zu entwickeln.
Fahrrad: Symbol individueller Entwicklung wie Auto.
Falke: Siehe Adler.
Fall: Erschüttertes Selbstbewußtsein, mangelnde Zuversicht, Lebensangst, oft Verlust oder
Ausdruck einer Warnung vor ober-flächlichem und hemmungslosem Verhalten. Eine fallende Frau
ist eine »Gefallene«. Die genauere Bedeutung richtet sich nach dem Traumzusammenhang.
Grundsätzlich weist jeder Fall darauf hin, das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu überprüfen
und mehr Umsicht, Verantwortungsbewußtsein und Tatkraft zu entwickeln. Positiv: Leichter Fall,
von dem man sich schnell wieder erholt, oder mehr ein Stolpern und Ausrutschen, das nicht
ernstlich behindert. Negativ: Schwerer, tiefer Fall ins Bodenlose oder in einen Abgrund mit
Verletzungen oder Tod.
Farben: Sieht man im Traum eine Farbe, so hat das oft eine tiefere Bedeutung.
Vergleiche die einzelnen Grundfarben.
Faß: Siehe Gefäß.
Fassade: Täuschung, Vorspiegelung falscher Tatsachen. Wird die Fassade gestrichen oder
sonst irgendwie hergestellt, dann deutet das auf Bemühungen hin, sein wahres Ich zu verbergen,
sich selbst und andere zu täuschen. Stürzt die Fassade ein, so ist damit die Sinnlosigkeit und
Vergeblichkeit solcher Bemühungen ausgedrückt. In jedem Falle eine Ermahnung, sich
selbstkritischer und ehrlicher zu beurteilen. Vergleiche Haus.
Fasten: Siehe Hunger.
Faust: Geballte Energie, gestaute Emotionen, die nach Abreaktion suchen. Aggression. In
abgeschwächter Form bedeutungsgleich mit Blitz und Dampf.
Fee: Hilfreiche Frau, mütterliche Geborgenheit, weiblich umsorgendes und beschützendes
Verhalten. Positiv: Eine Fee erscheint und greift in beruhigender Form in das Traumgeschehen
ein. Negativ: Die Fee verschwindet und kommt trotz Bitten nicht wieder, verweigert hilfreichen
Dienst und Beistand. Der Gegensatz ist die böse Fee, siehe Hexe.
Feige: Siehe Dattel.
Feinde: Siehe Fremde.
Feld: Im weitesten Sinne Aufgaben und Interessengebiet, »Betätigungsfeld«, im engeren Sinne
Sexualität, insbesondere die weibliche. In dieser Richtung bedeutungsgleich mit Acker.
Positiv: bestelltes, grünendes, blühendes, fruchtbares Feld. Negativ: unbestelltes,
verunkrautetes, unfruchtbares Feld.
Fell: Zärtlichkeitsbedürfnis, weiblich mütterliche Gefühle. Positiv: gepflegtes, glänzendes,
weiches Fell, das angenehm empfunden und gestreichelt wird. Negativ: ungepflegtes, unsauberes,
struppiges Fell, das ablehnende Empfindungen auslöst. Ein wichtiger Bedeutungshinweis ergibt
sich daraus, zu welchem Tier das Fell gehört.
Fels: Körperliche und seelisch-geistige Festigkeit, Sicherheit und Autorität, aber auch
Härte, Kälte, Egoismus und Unfruchtbarkeit. In abgeschwächter Form hat Stein ähnliche Bedeutung.
Das Sinnbild bezieht sich auf alle Lebensbereiche, auf Personen, Gedanken und Gefühle. Die
genauere Bedeutung ergibt sich aus dem jeweiligen Traumzusammenhang und aus der Einstellung des
Träumenden zu diesem Traumbild.
Felsspalte: Siehe Spalte.
Fenster: Sinnbild für die Umweltbeziehungen. Siehe Haus.
Fessel: Bindung und Gebundensein, belastende Verpflichtungen, auch Ehe und Familie. Häufig
Hinweis auf Verdrängungen und Triebstauungen. Unausgelebte Bedürfnisse, ernstliche Behinderungen.
Werden die Fesseln gewaltsam gesprengt, dann handelt es sich um eine Entladung körperlicher oder
seelisch-geistiger Spannungen. Nimmt man die Fesseln freiwillig oder sogar gern an, dann werden
damit Schuldgefühle zum Ausdruck gebracht. Man will seine schlechten Gedanken und triebhaften
Wünsche unterdrücken.
fesseln: Will man seine Fesseln abstreifen, so deutet das auf Pflichten und Aufgaben hin,
von denen man sich gern befreien möchte. Die spezielle Bedeutung ergibt sich jeweils aus dem
Traumzusammenhang. Grundsätzlich deuten solche Traumbilder immer auf Konflikte hin, die sich
aus unausgelebten und verdrängten Wünschen entwickelt haben. In abgeschwächter Form ist binden
bedeutungsgleich.
Festung: Unsicherheit, Hemmungen, Minderwertigkeitsgefühle, Isolation, gestörtes Verhältnis
zur Umwelt. Positiv: Wird eine Festung verlassen, aufgegeben, geschleift, dann sind damit
Bemühungen um größeres Selbstvertrauen und Wiederherstellung guter Umweltbeziehungen angezeigt.
Negativ: Das Verbergen in einer Festung und jede Form der Verteidigung bringt starke Spannungen
zwischen Persönlichkeit und Gesellschaft zum Ausdruck. Unsicherheit und Minderwertigkeitsgefühle
schlagen oft in Aggressionen um.
Feuer: Energie und Kraft im seelischen und körperlichen Bereich, oft auch unkontrollierte
Leidenschaftlichkeit mit zerstörerischen Tendenzen. Kann sich auf alle Lebensvorgänge, auf
Personen, Gedanken und Gefühle, insbesondere auf die eigene Persönlichkeitsstruktur beziehen.
Positiv: Wenn das Feuer wärmt und angenehme Empfindungen weckt, veranschaulicht es beherrschte
und sinnvoll eingesetzte Lebenskräfte. Negativ: Ist das Feuer wild, jäh auflodernd, verzehrend
und zerstörend, dann hat es die Bedeutung undisziplinierten, triebhaften, hemmungslosen
Verhaltens. Schwelendes Feuer und Glut zeigen gestaute Emotionen an, die sich zügellos entladen,
aber auch beherrscht und sinnvoll abreagiert werden können. Verlöschende Glut und Asche bringen
erkaltende Gefühle, nachlassende Spannungen, erschöpfte Kräfte zum Ausdruck. Zur Bestimmung der
speziellen Bedeutung des umfassenden und vielseitigen Feuersymbols ist darauf zu achten, was
brennt bzw. verbrennt. Vergleiche brennen.
Fieber: Starke Lebensprobleme, Störung der Persönlichkeitsentwicklung. Oft weist Fieber im
Traum auch auf nervliche Erschöpfungszustände und Kreislaufschwierigkeiten hin.
Finger: Siehe Daumen, Faust, Hand und Zeigefinger.
Finsternis: Siehe Dunkelheit.
Fisch: Der Fisch lebt im Wasser, aus dem sich das Leben entwickelt hat. Damit ist ein
starker Akzent der Fruchtbarkeit gegeben. Wasser symbolisiert die Welt der Gefühle und
Empfindungen. Dementsprechend ist der Fisch ein Symbol unserer Innenwelt, unserer Wahrnehmungs
und Empfindungskraft, unserer Ideen, Gedanken und Gefühle. Zugleich ist der Fisch kalt und
glitschig. Das veranschaulicht Berechnung, Egoismus und Undurchschaubarkeit. Die genauere
Bedeutung dieses umfassenden Symbols ergibt sich aus dem jeweiligen Traumgeschehen, aus der
Beschaffenheit des Wassers, in dem sich der Fisch bewegt, und aus der Einstellung des
Träumenden zu diesem Traumbild. Fische auf dem Trockenen oder tote Fische zeigen enttäuschte
Gefühle, unerfüllbare Ideen und Pläne sowie Unfruchtbarkeit an. Fischschwärme weisen auf ein
übersteigertes Innenleben und auf nervliche Erschöpfungszustände hin. Auch übermäßiges Verlangen
nach geistiger und körperlicher Fruchtbarkeit kann damit ausgedrückt sein. Vergleiche Wasser.
Flasche: Siehe Gefäß.
Fledermaus: Ein Nachttier wie die Eule und daher von vergleichbarer Bedeutung im Hinblick
auf intuitive, unbewußte Vorgänge und auf die unheimlichen Beziehungen zur nächtlich dämonischen
Welt und zum Totenreich. Der Fledermaus fehlt jedoch der Aspekt der Geistigkeit und Weisheit.
Fleisch: Körperlichkeit. Bezieht sich fast immer auf die körperlich-sexuellen Wünsche und
Bedürfnisse. Die Beschaffenheit des Fleisches ergibt dann jeweils nähere Bedeutungshinweise.
Rohes und fettes Fleisch veranschaulicht Körperstärke und Potenz; gekochtes oder gebratenes
Fleisch deutet verfeinerte Verhaltensweisen bzw. Wünsche an. Außerdem ist die Einstellung des
Träumenden zum betreffenden Traumbild zu beachten. Appetit auf Fleisch, viel Fleisch und Fleisch
essen drückt starke Triebhaftigkeit aus; zähes oder wenig Fleisch oder auch Ekel vor Fleisch
versinnbildlichen Entbehrung, Enthaltsamkeit, Übersättigung oder auch Abneigung.
Fliege: Siehe Insekten.
fliegen: Steht oft im Zusammenhang mit unangenehmen Ereignissen, Gedanken und Gefühlen, die
man »im Flug«, also schnell, überwinden will. Häufig deuten Flugträume auch auf phantastische,
irreale Lebensvorstellungen hin. Warnung vor übertriebenem Ehrgeiz und Überschätzung der
eigenen Fähigkeiten. Mitunter handelt es sich jedoch auch um einen echten Höhenflug, um
Vergeistigung und persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Die genauere Bedeutung muß
aus dem jeweiligen Traumganzen abgeleitet werden. Sie hängt mit der Art des Flugs und den
Empfindungen zusammen, die der Träumende dabei hat. Auch sexuelle Bedeutung ist möglich.
Der Rausch des Fliegens ist oft mit sexueller Leidenschaftlichkeit identisch. Positiv:
Ist der Flug gleichmäßig und sicher, dann handelt es sich um zunehmende geistige Kräfte,
erfolgreiche Persönlichkeitsentwick-lung oder Sehnsucht danach. Negativ: Ist der Flug
unsicher, ängstlich, dann sollte mehr Selbstbewußtsein entwickelt werden; geht der Flug in
die Wolken, ins Blaue, oder ist er sogar mit einem Fall verbunden, dann wurden die Erwartungen
zu hoch gesteckt. Mahnung zu größerer Selbstkritik.
Floh: Sprunghafte, oberflächliche Gedanken und Gefühle, impulsive Empfindungen, spontane
Einfälle, unrealistische Ideen. Oft auch Traumbild bei Körper bzw. Nervenreizen.
Flucht: Siehe Verteidigung.
Flugzeug: Schnelle Überwindung von Schwierigkeiten und Problemen, rasche Auffassungsgabe,
aber auch ehrgeiziges Streben nach Autorität und Macht. Befriedigung eines starken
Geltungsbedürfnisses. Wagemut und Überheblichkeit. Flugzeugabsturz deutet auf Tendenzen hin,
den Ehrgeiz zu disziplinieren und realistischer einzusetzen. Vergleiche Auto und fliegen.
Fluß: Seelische und körperliche Energie. Das Traumbild kann sich auf alle Lebensvorgänge
beziehen, auf Gedanken, Gefühle und Handlungen. Da der Fluß nie uferlos ist, deutet das
maßvollen, kontrollierten Einsatz der Kräfte oder den Wunsch da nach an. Bedeutungsgleich in
verstärkter Form ist Strom, in abgeschwächter Form Bach. Positiv: ruhig fließendes Wasser mit
festen, angenehmen Ufern. Negativ: reißender Fluß mit Wirbeln, Wasserfällen und wilden,
zerklüfteten Ufern. Die nähere Bedeutung ist oft auch aus der Beschaffenheit des Wassers
ersichtlich. Vergleiche Wasser.
Flut: Siehe Wasser.
Frau: Weiblichkeit und Mütterlichkeit. Meistens bedeutungsgleich mit Geliebte.
Fremde: Im allgemeinen symbolisieren alle Traumpersonen Aspekte der eigenen Persönlichkeit.
Verwandte und Bekannte weisen auf Wesenszüge, Gedanken und Gefühle hin, die uns bekannt und
vertraut sind. Freunde veranschaulichen die positiven Züge unserer Persönlichkeit; Fremde
machen uns auf Eigenschaften aufmerksam, die wir weniger beachten oder nicht wahrhaben wollen;
Feinde verkörpern die Aspekte unseres Ich, mit denen wir selbst im Kampfe liegen. Die genauere
Bedeutung ist jeweils davon abhängig, welche Funktionen diese Personen aus-üben und was für
eine Einstellung der Träumende zu ihnen hat. Vergleiche Bekannte.
Freunde: Siehe Bekannte und Fremde.
Frosch: Sinnbild für das Unbewußte, für Intuition und Innenleben. Die enge Beziehung
zwischen Frosch und Wasser gibt diesem Traumbild auch einen Aspekt der weiblichen Sexualität.
Dabei weist das Kalte und Glitschige mehr auf die triebhafte Fruchtbarkeit als auf die seelisch
vertiefte mütterliche Weiblichkeit hin. Bedeutungsverwandt ist Kröte, die zusätzlich noch einen
Akzent des Unheimlichen hat und auch Todesbotin ist. Die nähere Bedeutung ergibt sich aus den
Funktionen, die das Traumbild erfüllt, aus der Beschaffenheit der Umgebung bzw. des Wassers
sowie aus der Einstellung des Träumenden dazu.
Frühling: Erwachende oder neu belebte seelisch-geistige und körperliche Kräfte.
Im allgemeinen ein positives Traumbild, das mit Blühen, Wachstum, Fruchtbarkeit und Jugend
zusammenhängt.
fünf: Als Zahl Symbol der Einheit und Ausgeglichenheit der Persönlichkeit. Als Pentagramm,
Fünfstern oder Drudenfuß, magisches Zeichen der seelisch-geistigen Liebe und Harmonie, das vor
bösen Einflüssen schützt.
Füße: Siehe Bein.
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